Aktuelles

Ernährungsberatung für die Traditionself

Wie lässt sich eine gesunde und ausgewogene Kost im Alltag umsetzen? Dieser Frage gingen einige Mitglieder der Schalker Traditionself kürzlich im medicos.AufSchalke nach und  trafen sich für einen Vortrag zum Thema „ausgewogene Ernährung“ mit der Leiterin der Ernährungsberatung im medicos.AufSchalke, Marion Schüler. Bereits im September waren die ehemaligen Topspieler zu einer Leistungsdiagnostik ins medicos gekommen; dies mit dem Ziel, auch nach der sportlichen Karriere die körperliche Fitness zu behalten. Das Kernanliegen der Zuhörer für den Besuch in der Ernährungsberatung des medicos formulierte Ex-Nationalspieler Olaf Thon augenzwinkernd: „Unter uns sind bis auf ein oder zwei Elfen doch eine Reihe Leute, die ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften haben. Was können wir dagegen tun?“

So stand der Ernährungs-Vortrag von Diplom-Oecotrophologin Marion Schüler auch ganz im Zeichen von gesunder, ausgewogener Kost und Essen mit Genuss ohne Reue. Denn als Genuss wurde Essen von den meisten Zuhörern empfunden: Auf die einleitende Nachfrage, was Kochen und Essen denn bedeute, gab es schnelle Antworten – Lebensqualität, Genuss, Entspannung bei der Vorbereitung, aber auch Essen als Mittel zum Frustabbau. In einem kurzweiligen Vortrag brachte Marion Schüler den Zuhörern anhand einer Ernährungspyramide näher, wie gesunde Ernährung auch im Alltag abwechslungsreich und ausgewogen funktioniert. Hierbei betonte sie nachhaltig, dass eine ausgewogene Kost im Gegensatz zu einer Diät nicht mit Verzicht einhergeht, sondern als eine dauerhafte Ernährungsform  geeignet ist. Sie klärte darüber auf, dass die Basis einer ausgewogenen Ernährung die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist. Erstaunen und auch Bedauern rief hervor, dass die Definition von „Getränk“ Bier und anderen zuckergesüßte n Getränke ausschließt. Marion Schüler räumte mit der Meinung auf, „Low Carb“ sei die Ernährungsform schlechthin. Kohlenhydrate seien absolut notwendig für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.  In diesem Zusammenhang klärte sie darüber auf, dass Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate sind. Ein extremer Verzicht, ohne auf die Qualität der Kohlenhydrate zu achten, mache keinen Sinn. Eine Reduktion der Kohlenhydrate aus z. B. Süßigkeiten, süßen Getränken oder Gebäck hingegen sei nicht nur bei einer angestrebten  Gewichtsreduktion sinnvoll.  Sie betonte aber wiederholt, dass nicht der Verzicht auf komplexe Kohlenhydrate wie  z.B. denen aus Vollkornprodukten Grundlage einer guten, ausgewogenen Ernährung sein könne. Sie nannte konkrete Mengen, die ein Erwachsener täglich in Form von Gemüse und Obst zu sich nehmen sollte. Die bedauernde Erkenntnis daraus: Zwei Teile Obst täglich etwa lassen sich nicht durch zwei Obstler ersetzen.  Auch die tolerierbare  wöchentliche Fleisch-und Wurstmenge von 300-600g für eine erwachsene Person sorgte für ein „Aha-Erlebnis“, hatte man diese Menge doch als Definition des Tagesbedarfs erwartet.
Außerdem widersprach Marion Schüler der landläufigen Meinung, Essen am Abend mache dick. Am Ende eines Tages zählt die Kalorienbilanz. Wer über den Tag verteilt mehr Kalorien zuführt als er verbraucht, nimmt zu.  „Ein Freund von Kalorienzählen bin ich aber nicht“. In diesem Zusammenhang betonte sie, dass eine gesunde Ernährung alleine jedoch nicht ausreiche für eine gesunde Lebensweise, sie sei nur ein Baustein. In jedem Fall gehöre auch ausreichende Bewegung und Entspannung dazu.

Es kommt also nicht nur darauf an, wie viel man isst, sondern vor allem, was man isst. Dennoch bleibt eine ebenso einfache wie wichtige Erkenntnis: Wer abnehmen möchte, kommt nicht umhin, am Ende des Tages eine Kalorienbilanz zu ziehen, denn: Wer über den Tag verteilt mehr Kalorien zuführt als er verbraucht, nimmt zu.

Gruppenfoto mit Dame